Jeany Katze Photography

Berlin, Reinickendorf. Meine Geschichte,Lost Places, Schottland - Natur- und Tierfotografie aus Berlin von Jeany Katze. Eine Auswahl Ihrer Bilder, findest du in Ihrer Fotogallery. 

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The long way from Broadford to Portree - Kapitel 3 - The way to Torrin

Posted on July 3, 2016 at 3:45 PM



Zwei Tage blieben wir an Loch Slapin in der Bucht Camas Lamac.

Es war toll. Am liebsten hätte ich mir da eine Hütte gebaut und wäre einfach geblieben.

Ich litt immer noch unter den Midges bissen die juckten wie sau. Und ich hatte wirklich jeden Mist bei in meinem Erste Hilfe Zipperbeutel, nur keine Salben oder Anti-Allergiker.

"Frank"vergnügte sich damit Fotos zu machen, es war gerade Ebbe, ich machte es mir am Ufer gemütlich und kühlte meine Pusteln mit Salzwasser und genoss die Sonne und beobachtete die Schafe.

Abends gabs Essen und wir erholten uns von dem langen Weg.

Am nächsten Morgen wollte ich dann Bilder von der Bucht machen, aber zu meinem Pech hatte ich Flut, konnte aber dennoch gute Schnappschüsse einfangen. Später am Tage machten wir uns noch auf den Weg zu dem Weg von dem wir eigentlich hätten kommen sollen, um Bilder zu machen.

Da bekam "Frank" wieder Herzflattern, als er irgendwann im Augenwinkel sah, wie ich an den Steilklippen rumtanzte um einen Weg nach unten in die Bucht zu finden.

Ich fand keinen, aber "Frank" dafür fast einen Herzkasper "Ich hab keine Lust das du mit offenen Schädel da unten liegst"... jaja... hat er ja recht, aber habs natürlich nicht zugegeben und lieber nen unpassenden Spruch raus gehauen.

Ich suchte weiter nach einen Weg nach unten und krabbelte zwischen den Felsen umher. Die Wolken zogen sich zu und es nieselte etwas. "Frank" wollte eigentlich zurück zum Zelt, ich wollte aber meinen Bock durchsetzen und fand dabei ein echt geile Höhle. Mehr so eine Art unterirdischen Bachlauf.

Sehr geil...und ja ich kroch da auch rein und wollte sehen wie tief es runter geht.

"Franks" Blick nach sah er mich schon wieder halb Tot irgendwo rumliegen, also hab ich dort keine Bilder gemacht und kam wieder hochgekrabbelt.

Um wieder auf den Weg zu kommen mussten wir noch ein Stück den Berg rauf und dort fanden wir dann einen echt tollen Wasserfall. Naja und auch die Midges fanden uns, worauf hin wir weniger Fotos als gewollt machten und danach zurück zum Zelt gingen.



Unten angekommen knatterte ein Rot-Weisser Truck an...mit deutschem Kennzeichen!

Das Teil sah nicht nur extrem geil aus, nein auch der Fahrer mit seiner Familie waren echt nett und spendeten mir, nach einer lieben Bitte meinerseits Soventol Hydrocort-Salbe. Ich konnte endlich meine Bisse verarzten und freute mich enorm darüber.

Man spürte das es unweit von uns stärker geregnet hatte, denn es kühlte sich empfindlich ab.

Wir hatten einen super schönen Sonnenuntergang, den ich leider nur mit meinem Handy festhalten konnte, denn mir war so kalt, dass ich mich vor Zittern nicht mehr eingekriegt hatte.




Falls die beiden, ich nenne sie jetzt mal Uwe und Heike, denn ich fragte sie leider nicht nach ihren Namen, das hier irgendwie mal lesen... Danke für Alles :)

Besonders für die Salbe, die Räucherspiralen und das gefilterte Wasser am nächsten Morgen.



Wie erwähnt, nach 2 Nächten dort machten wir uns dann auf den Weg zu unseren nächsten Übernachtungslager, welches hinter Torrin lag.

Diesmal dachten wir, sind wir Schlauer, nehmen die Straße, da kann man sich nicht verlaufen.

Mit gepackten Rucksäcken, frischem Wasser und Elan machten wir uns auf den Weg... stellten dann aber mal wieder fest das wir uns so einen Wolf laufen, da sich die Straße zig mal schlängelte und wir auch noch ein Schild sahen mit "Private Road". Also kehrten wir wieder um, zurück zur Bucht und liefen diese entlang bis uns ein Zaun Stoppte. Das GPS Gerät lachte uns auch wieder aus.

Wir sahen uns nochmal die ausgedruckten Karten an und beschlossen dann einfach über den Zaun und Querfeld ein zu laufen.

Eigentlich gute Idee, aber es ging Berg auf, es war rutschig und schlammig, mein Rucksack saß nicht richtig und irgendwie war mein Körper überfordert, sodass sich alles krampfte. Auch meine Lunge und ich suchte dann irgendwann panisch meinen Inhallator.

Meine gute Stimmung war dann im Keller und irgendwie hab ich "Frank"dann auch mit angesteckt.

Ich durfte dann noch mit meinem 20kg aufm Rücken über nen Zaun steigen und die Straße Bergauf laufen.

Ich wurde immer langsamer und meckerte vor mich hin.

Dann sah ich das Café Blue wo ich schon auf dem Weg nach Loch Slapin ein Werbeschild sah.

"Hand made Cakes" ich wollte so gerne einen Kuchen.

Etwas süsses, einfach etwas schönes... ich sah "Frank" an, deute sein Gesicht dazu aber eher nein zum Kuchen zu sagen, auch wenn er meinte "klar mach doch".

Den Rest des Weges schwieg ich. Ich war maulig weil ich keinen Kuchen hatte, ich war maulig weil der Weg so kacke war, denn wenn er nicht steil Berg auf ging, dann wurde man vom Wind nach links und rechts gepeitscht, ich hatte Hunger, ich hatte durst und mir tat der Rücken weh. Ich lief aber weiter.

Als wir am Ortsende von Torrin ankamen brauchte ich eine längere Pause.

"Frank" machte Fotos vom Fluss der sich dort entlang schlängelte und ich grummelte weiter wegen des Kuchens den ich nicht hatte, aber quasi schmecken konnte.

Noch immer taten mir die Schultern weh und die Beine waren schwer und mir war nach aufgeben.

Das Wetter war irgendwie unwirklich und der starke Wind von allen seiten machte das Gehen nicht einfach für mich. Nach 2 Müsliriegeln und nem Stück Salami gings dann in den Endspurt.

"Frank" lief vor, ich schwankte hinterher. Er war genervt das ich immer stehen blieb ohne bescheid zu sagen, aber ich hatte auch keine Kraft gehabt gegen den Wind anzuschreien damit er mich hört.



Für mich zog sich die Straße wie Kaugummi und ich nahm die Landschaft schon gar nicht mehr wahr.

Irgendwann, gut 1km vor dem eigentlich Schlafplatz fanden wir ein Plätzchen, was ebenso schön war wie dies in Camas Lamac.

Dort waren Schafe und wie Schafe sind, ist es gut!

Man sah auch, dass wir nicht die ersten waren die dort Zelteten, da einige benutzte Lagerfeuer Stellen waren.

In der Nähe einer Eberesche und eines Baches schlugen wir das Zelt auf und ich fiel erstmal völlig erschöpft rein. Ich war dann auch nicht mehr grummelig weil ich keinen Kuchen bekam.

"Frank" füllte erstmal unsere Wasserreserven auf und machte ein paar Fotos.

Nachdem ich wieder rehabilitiert war, machte ich mich mit ihm auf die Gegend zu erkunden und war wieder fasziniert über diese Schönheit die Mutter Natur uns bot. Der Wind war auch nicht mehr so stark.





Wir waren beide ziemlich Platt und machten uns nur noch fix was zu essen und gingen dann schlafen.

Nächsten Tag sollte es nach Elgol und Glasnakille gehen. ca 10-12 Kilometer Luftline laut GPS.

Wir nahmen uns auch vor uns diesmal nicht zu verlaufen...


(...to be continued..)

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